Diplom Linguisten und Mathematikprofessoren

Die Siegerehrung der Dortmunder Schachtage* war vorbei und ich war ein wenig traurig, denn die Zeit verging wieder einmal viel zu schnell. Mama Song*, die mich sehr an meine Tante Kathy in Amerika erinnerte und ihr Sohn Wesley ließen sich von mir zum Hotel fahren. Dort angekommen wollte ich mich schon verabschieden als Mama Song mich bat doch mit in die Lobby des Hotels zu kommen.

Ich solle dort warten. Zwei Herren warteten bereits in der Lobby. Ich stellte mich vor und gab Martin Mathematics* die Hand. Er war Mathematikprofessor, der zweite Herr würdigte mich keines Blickes wandte sich schnell von mir ab, bevor ich überhaupt die Gelegenheit bekam mich vorzustellen. So etwas war mir schon lange nicht mehr passiert. Ich frug den Professor wer denn dieser Herr sei, der keinerlei Notiz von mir nehmen wollte. Er sagte mir das sei der berühmte Max Moneymaker*. Ich dachte mir, berühmt schon, aber unhöflich. Mit einem Auftrag ein schönes Restaurant ganz in der Nähe ausfindig zu machen fuhren wir los.Es gab einen “ Nobelitaliener “ ungefähr 200 Meter vom Hotel entfernt, der sagte aber Mama Song nicht zu. Wir fuhren zu fünft ein wenig in der Stadt herum als Mama Song sagte “ Bitte anhalten, hier waren wir schon mal das Restaurant ist gut. “ Im Restaurant rückten Wesley und ich die Tische zurecht, damit alle fünf Personen am Tisch gut speisen konnten. Es fing mit akademischem „smalltalk“ an, eine Foltermethode mit der man alles aus mir rausquetschen könnte. Ich unterhielt mich lieber mit Wesley, wir sprachen über verschiedene Themen und unterhielten uns angeregt. Das Aufzählen der bisherigen Schachweltmeister gelang auch nur mit Hilfe.Ich bemerkte seine schicke Uhr am Handgelenk. Die liebe zum Geld war offensichtlich größer als die liebe zum Schach. Mir reichte es jetzt, ich nahm meine amerikanische Brauseflasche 0,5 Liter und bat Mama Song mich zu entschuldigen. Es waren draussen Stühle aufgebaut und es wehte eine kühle Brise, sehr angenehm. Nach einer Weile kam Wesley heraus und sagte “ Ich weiß warum du hier sitzt, du bist schlau.“ Ging mir runter wie Sahne, endlich einer der mich verstand. Es dauerte nicht lange dann folgten auch Wesleys Mama und die beiden Herren. Sie waren schon auf dem Weg zum Auto als ich Wesley vorschlug einen Spaziergang zum Hotel zu machen,denn gesessen habe er in den vergangenen Tagen schon genug, sagte er mir. Der Vorschlag wurde mit größer Merheit angenommen. Im Hotel angekommen erhielt ich noch ein Geschenk von Wesleys Mutter und eine Einladung in die Vereinigten Staaten. Ich bedankte mich recht herzlich und dachte mir, netter Mensch, genau wie meine Tante Kathy.

Die mit einem Stern * gekennzeichneten Namen wurden geändert. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit.