Unentschieden in Bottrop

Am Sonntag nahm die zweite Mannschaft in der Verbandsliga einen Punkt aus Bottrop mit, was nach dem Spielverlauf wohl ein gerechtes Ergebnis war. Bei einem Sieg wäre das fast schon der Klassenerhalt gewesen. So sind die Mannschaften in unserer Gruppe bei noch drei ausstehenden Runden etwas enger zusammen gerückt, wobei wir mit 6:6 Punkten und Platz 5 immer noch gut da stehen.

Der Kampf begann nicht sehr verheißungsvoll als Jan Schwiddessen aufgrund der Überlastung seiner Dame eine Figur einbüßte und kurz darauf aufgeben musste. An Brett 2 geriet Tim Birnkraut in eine sehr verdächtige Stellung in der der Gegner mit Entwicklungsvorsprung, Zentralbauern und Läuferpaar Vorteil hatte. Nach und nach konnte sich Tim aus der prekären Situation herauswinden und in ein ausgeglichenes Turmendspiel abwickeln. Danach trumpften die Brackeler auf. Zunächst gelang Fabian van Klev gegen den gegnerischen Königsinder ein furioser Angriffssieg mit Figurenopfer. In der Partie von Jörg Fritz verirrten sich zwei gegnerische weiße Springer auf e6 und c7 und in den nachfolgenden taktischen Verwirrungen behielt Jörg die Oberhand. Dirk Bense gelang mittels dauerhaftem Druckspiels ein Sieg zum 3,5:1,5 Zwischenstand. Zu diesem Zeitpunkt kämpften Thomas Simon und Dirk Strathoff schon mit jeweils einer Minusqualität und konnten beide leider ihre Stellungen nicht halten. Ich hatte in meiner Partie gegen den holländischen Stonewall anzutreten und wähnte mich nach einigen Abtauschen in einer angenehmen Stellung um ein Remis abzulehnen. Da ich in der Eröffnung aber zuviel Zeit verplempert hatte, spielte ich die letzten Züge vor der Zeitkontrolle mit der Bonuszeit. Kurz vor deren Erreichen habe ich dann eine Taktik in Form eines Qualitätsopfers übersehen die mir wohl gewissen Vorteil eingebracht hätte. Nach der Zeitkontrolle wollte dann keiner mehr etwas riskieren so dass es zum Friedensschluss und 4:4 Endstand kam.

In der nächsten Runde treffen wir zuhause mit Buer auf einen weiteren Abstiegskonkurrenten und können da hoffentlich wieder auf unsere Heimstärke bauen.

Thomas Bree

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