Wie viele Runden hat ein dreirundiges Turnier?

Junge Huepfer

Die offensichtliche Antwort ist natürlich falsch. Unsere U10-Kids schafften 7 (in Worten: Sieben!) Runden und verzichteten am Ende noch auf die achte. Das schafft sonst nur noch Chuck Norris.

Der Reihe nach: Beim U10-Mannschaftsfinale treten die acht qualifizierten Teams im KO-Modus gegeneinander an. Die Verlierer scheiden aber nicht aus, sondern spielen in einer Trostrunde um die Plätze.

Runde 1: Fallensteller

Wir mussten zuerst gegen Leverkusen. Nach einer Minute kam schon Denis mit der ersten Erfolgsmeldung: Sieg mit der Schwagerfalle. (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sd4? 4.Sxe5? Dg5 5. Sxf7 Dxg2 6. Tf1 Dxe4+ 7. Le2 Sf3++)

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Zur gleichen Zeit standen auch alle anderen schon mit Materialvorteil da und alles schien gelaufen, aber weit gefehlt! Moritz und Leander stellten reichlich Figuren ein, nur Paul gewann und es stand 2-2 bei gleicher Berliner Wertung. Es musste ein Stichkampf her, um den Sieger zu bestimmen. Da revanchierte sich Leanders Gegner mit einer Falle aus der Fritz-Variante: (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.Sg5 d5 5.exd5 Sd4?! 6.d6? Dxd6! 7.Sxf7 Dc6! 8.Sxh8 Dxg2 9.Tf1 Dxe4+ Le2 10.Sf3++) Dejavu.

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Am Ende ging der Stichkampf 1,5-2,5 verloren, es sollte die einzige Niederlage dieses Tages bleiben. Aber dadurch rutschten wir in die Trostrunde und konnten nur noch um Platz 5 spielen.

Runde 2: Marathon

Gegen Werther gewannen wir wieder an Brett 1 und 4 und verloren in der Mitte. Also wieder ein Stichkampf. Da sah es dann wieder nach dem selben Resultat aus. Moritzs Gegner unterlief da ein verhängnisvolles Versehen. In total überlegener Stellung setzte er vermeintlich Matt und schob die Figuren zusammen. Da es aber nach Moritzs Einwand noch nicht Matt war, entschied der Schiedsrichter auf Partieverlust für den Gegner. Moritz Gegner war am Boden zerstört und ein derartig geschenkter Punkt behagte uns auch nicht. Nach kurzer Beratung verzichteten wir auf den “Sieg” und gaben die Partie verloren. Das daraus resultierende 2-2 hatte einen erneuten Stichkampf zur Folge, diesmal im Blitzen. Der ging mit 2,5-1,5 an uns und wir konnten sportlich in die nächste Runde einziehen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon 5 Runden hinter uns.

Runde 3:

Das kleine Finale um Platz 5 führte uns gegen Paderborn. Natürlich endete der Kampf 2-2, einziger Unterschied war, dass wir diesmal die Mittelbretter gewannen. Dennoch wurde ein Stichkampf fällig. Der ging ebenso 2-2 aus. Nach allgemeiner Beratung wurde auf den Blitzstichkampf verzichtet und der fünfte Platz ging geteilt an Brackel und Paderborn.

Das große Finale um Platz 1 gewann SV Rheydt gegen Leverkusen(!). Da haben wir wohl irgendwas verpasst. Zumindest haben wir das längste dreirundige Turnier aller Zeiten absolviert.

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