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Stand: 14. November 2002

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Seit geraumer Zeit hat sich im Anschluß an den Spielabend eine nette Gewohnheit etabliert: Der Besuch der Sneak Preview im Dortmunder Cinestar.

In der Überraschungspremiere sieht man Filme einige Wochen vor dem offiziellen Start. Dabei sind auch unangenehme Überraschungen nicht ausgeschlossen. Man denke an legendäre Flops wie "Ich träumte einst von Afrika" oder jüngst "Mr. Bones". Aber meist überwiegt die Freude über großartige Filme, die man sonst vielleicht nicht gesehen hätte, z.B. "In China essen sie Hunde", "Snatch" oder "Green Mile". Und auch über die schlechten Filme kann man sich einige Wochen später wieder amüsieren.


14. November

"Vier Federn" spielt im England und Afrika des 19. Jahrhunderts und handelt von einem angeblichen Feigling, der dann doch noch zum Helden werden sollte. Das Rührstück war so elend, daß es schon wieder witzig war. Jeder der dargestellten Charaktere war dabei so unglaubwürdig wie nur was. Der Held hat Angst vorm Krieg und verlässt die Armee. Unmittelbar darauf hat er aber nichts besseres vor, als seinen Soldatenfreunden inkognito hinterherzureisen und dabei fast draufzugehen. Seine Verlobte liebt ihn zwar, schickt ihn aber buchstäblich in die Wüste, um sich dann mit seinem besten Freund einzulassen, den der Held natürlich trotzdem rettet und dabei fast draufgeht. Währenddessen erfährt der Held Unterstützung von einem völlig undurchsichtigen Eingeborenen, der für ihn ohne ersichtlichen Grund mehrfach fast draufgeht. Als alles vorbei scheint, rettet der Held schließlich noch einen anderen Freund unter Aufbietung jedes erdenklichen Risikos aus der Hölle eines Gefangenenlagers, das normalerweise keiner eine Stunde überleben dürfte, indem er sich selbst einliefert, natürlich gefolgt von seinem farbigen Freund. Als alle nochmal fast draufgegangen und wieder daheim sind, verzichtet schließlich der Held auf das Mädchen was der Begünstigte jedoch nicht annimmt und seinerseits verzichtet und alles wäre klar für einen flotten Dreier, aber der Film ist ab 12.

Die Noten der Sneaker:
Vier Federn Christian M.: 4 Sven: 3 Goldi: 5
Matzek: 3 Rainer: 5 Tobias: 5
Kevin: 5 Mathias: 3

7. November

Der mit Freude erwartete Matrix-Verschnitt "The One" mit Hongkong-Actionstar Jet Li fiel bei den Sneakern mit Pauken und Trompeten durch. Nur ein nicht näher genannter Actionfreund war begeistert. Die alberne, unlogische und völlig unspannende Handlung wird nur durch gut choreographierte Kung-Fu-Einlagen aufgelockert.

Die Noten der Sneaker:
The One Mathias: 5 Sven: 3
Rainer: 6 Matzek: 2
Kevin: 5 Goldi: 4

31. Oktober

Heute lief "Spurwechsel", ein Psychokrimi mit Starbesetzung: Ben Affleck spielt den erfolgreichen Jung-Anwalt und Samuel L. Jackson einen Familienvater mit Alkohol- und Familienproblemen. Beide kollidieren auf dem Weg zu wichtigen Gerichtsterminen mit ihren Autos. Der Yuppie-Anwalt lässt seinen Unfallgegner ziemlich überstürzt stehen und fährt davon, woraufhin dieser seinen Prozeßtermin verpasst und das Sorgerecht über seine Kinder verliert. Allerdings hat auch der Anwalt bei dem Unfall etwas verloren, nämlich eine Akte mit Millionen-Dollar wertvollen Dokumenten. Daraufhin läßt der Anwalt nichts unversucht die Akte zurückzubekommen. Der verletzte Vater schaltet natürlich auf stur und schlägt zurück. Es entwickelt sich ein spannenden Psychodrama, das allerdings weniger von Actionszenen lebt, wie man nach dem Trailer glauben könnte.

24. Oktober

Große Besetzung in der Sneak. Und zur Freude des Publikums kam ein deutscher Film, präsentiert von Arte und Filmförderung NRW *popcornwerf* Aber der neue Film mit Moritz Bleibtreu "Solino" ist eine Familiengeschichte mit Atmosphäre und Witz, die uns zwei Stunden prächtig unterhalten hat.

Die Noten der Sneaker:
Solino Christian M.: 2 Sven: 4 Goldi: 2
Matzek: 2 Rainer: 1 Miriam: 3
Kevin: 2 Thomas: 3 Jana: 3

17. Oktober

Lange Gesichter bei den Sneak-Besuchern. Nach zahlreichen Highlights der letzten Wochen musste mit "Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern" mal wieder ein Tief kommen. Klappentext: "Die neurotische Theaterregisseurin Sidda bezichtigt ihre exzentrische Mutter Vivi öffentlich der Kindesmisshandlung. Einige Zeit später erhält sie per Post Vivis Tagebuch, in dem diese ihre Erinnerungen an ihre Freundinnen und ihre Jugend in Louisiana niedergeschrieben hat. Für Sidda beginnt eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit." So vorgewarnt haben wir die Bla-Bla-Schwestern ausgelassen und unsere Gunst stattdessen den schmerzhaften Auseinandersetzungen in "Black Hawk Down" gewidmet, *grins*.

10. Oktober

Mal wieder ein echter Blockbuster in der Sneak *freu*: Triple-X mit dem neuen Action-Held Vin Diesel weckte hohe Erwartungen. Die Handlung ist schnell erzählt und jeder, der schon mal einen James Bond-Film gesehen hat kennt die Geschichte: Superagent bringt bösen Welteroberer mit viel Action zur Strecke. Und wer erwartet schon eine ausgefeilte Story bei James Bond? Ansonsten bietet Triple-X alles was man vom guten alten James so gewohnt ist. Einfallsreiche Actionnummern, coole Sprüche, viel High-Tech-Schnickschnack, dazu ein echt guter Soundtrack. Wer damit zufrieden ist, wird mit Triple-X bestens bedient.

Neu ist bei Triple-X daß kein smarter Agent ihrer Majestät, sondern ein durchgeknallter Anarchoproll zum Top-Agenten gemacht wurde. Das böte viel Raum für ironische Seitenhiebe auf das Genre, aber leider gab´s davon zu wenig. Zwar glaubt man dem Schrank Vin Diesel die haarsträubenden Actioneinlagen eher als dem Hemd Pierce Brosnan, aber die Agentensachen erledigt er nicht so glaubhaft. Wahrscheinlich muß James Punk deshalb auch keine Codes knacken, auf leisen Füßen irgendwo rumschleichen oder gepflegte Konversation führen. Bei manchen Szenen gelingt es aber beim besten Willen nicht mehr die Logik beiseite zu schieben. Wenn z.B. direkt neben die Tschechische Hauptstadt Prag ein Hochgebirge mit mächtigen Gletschern und Lawinen verpflanzt wird. Der Böhmerwald kann wohl nicht gemeint sein. Oder wenn der mit Giftgas ausgerüstete Oberbösewicht auf seiner Festung nicht etwa von Superspezialeinheiten gestürmt wird, sondern von Streifenpolizisten im Scoda, angeführt von xXx mit dem Snowboard. Wer bei sich bei Tiger & Dragon über flatternde Karatekämpfer gewundert hat, kann bei Triple-X nur noch den Kopf schütteln, wenn der gleich mit dem Motorrad über Dächer und Zäune fliegt um Bösewichtern auf Wachtürmen(!) mit dem Hinterrad die Goldzähne auszuschlagen. Und die Schlußnummer ist so glaubhaft, wie wenn einer einen Wal erwürgt. Bald kommt wieder der echte James Bond.

Die Noten der Sneaker:

Rainer: 2

Matzek: 1+ (na klar)

Sven: 1,5

Goldi: 4

Kevin: 2


3. Oktober

Heute drohte in der Sneak Austin Powers Goldständer. Deshalb entschloß sich der Sneak-Club nach dem Motto "Lieber Scifi als Minimi" auf den aktuellen Spielberg "Minority Report "auszuweichen. Mit Recht, denn der spannende Zukunftsthriller wartet mit guter Handlung und tollen Effekten auf. Aber weil´s keine Sneak war gibt´s jetzt keine Noten.


26. September

Im Anschluß an die JHV war natürlich Komödie angesagt. Und gegeben wurde "Der Super Guru". Der Titel ließ eine unsägliche Klamotte vermuten, aber ganz so schlimm kam´s nicht. Die Story: Armer Inder geht nach USA, um dort als Tänzer und Schauspieler sein Glück zu finden. Dort versagt er jedoch erstmal als Kellner und Pornodarsteller, wird dann aber irrtümlich für einen Sex-Guru gehalten. Alles in allem eine sehr durchschnittliche Komödie ohne Erinnerungswert. Witziger ist die Website mit der Bollywoodmusik.

Die Noten der Sneaker:

Rainer: 3

Matzek: 5

Sven: 4

Goldi: 4

Kevin: 4 Thomas: 4


19. September

Diese Woche lief K-Pax. Hauptdarsteller Kevin Spacey spielt einen merkwürdigen Fremden, der von sich behauptet ein Außerirdischer vom Planeten K-Pax zu sein. Natürlich landet er erstmal in der Klapse. Dort beeindruckt er aber schon bald Mitpatienten und seinen Psychiater (Jeff Bridges). E.T fliegt über das Kuckucksnest, großartig!

Die Noten der Sneaker:

Rainer: 3

Matzek: 4 alter Proll ;-)

Sven: 2,5

Goldi: 1,5

Kevin: 1 Christian M.: 2 Happy Birthday!