Seit geraumer Zeit hat sich im Anschluß an den Spielabend eine nette
Gewohnheit etabliert: Der Besuch der Sneak Preview im Dortmunder Cinestar.
In der Überraschungspremiere sieht man Filme einige Wochen vor dem
offiziellen Start. Dabei sind auch unangenehme Überraschungen nicht
ausgeschlossen. Man denke an legendäre Flops wie "Ich träumte einst
von Afrika" oder jüngst "Mr. Bones". Aber meist überwiegt die Freude
über großartige Filme, die man sonst vielleicht nicht gesehen
hätte, z.B. "In China essen sie Hunde", "Snatch" oder "Green Mile".
Und auch über die schlechten Filme kann man sich einige Wochen später
wieder amüsieren.
14. November
"Vier Federn" spielt im England und Afrika des 19. Jahrhunderts und handelt
von einem angeblichen Feigling, der dann doch noch zum Helden werden sollte.
Das Rührstück war so elend, daß es schon wieder witzig war.
Jeder der dargestellten Charaktere war dabei so unglaubwürdig wie nur
was. Der Held hat Angst vorm Krieg und verlässt die Armee. Unmittelbar
darauf hat er aber nichts besseres vor, als seinen Soldatenfreunden inkognito
hinterherzureisen und dabei fast draufzugehen. Seine Verlobte liebt ihn zwar,
schickt ihn aber buchstäblich in die Wüste, um sich dann mit seinem
besten Freund einzulassen, den der Held natürlich trotzdem rettet und
dabei fast draufgeht. Währenddessen erfährt der Held
Unterstützung von einem völlig undurchsichtigen Eingeborenen, der
für ihn ohne ersichtlichen Grund mehrfach fast draufgeht. Als alles
vorbei scheint, rettet der Held schließlich noch einen anderen Freund
unter Aufbietung jedes erdenklichen Risikos aus der Hölle eines
Gefangenenlagers, das normalerweise keiner eine Stunde überleben
dürfte, indem er sich selbst einliefert, natürlich gefolgt von
seinem farbigen Freund. Als alle nochmal fast draufgegangen und wieder daheim
sind, verzichtet schließlich der Held auf das Mädchen was der
Begünstigte jedoch nicht annimmt und seinerseits verzichtet und alles
wäre klar für einen flotten Dreier, aber der Film ist ab 12.
Die Noten der Sneaker:
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Christian M.: 4 |
Sven: 3 |
Goldi: 5 |
| Matzek: 3 |
Rainer: 5 |
Tobias: 5 |
| Kevin: 5 |
Mathias: 3 |
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7. November
Der mit Freude erwartete Matrix-Verschnitt "The One" mit Hongkong-Actionstar
Jet Li fiel bei den Sneakern mit Pauken und Trompeten durch. Nur ein nicht
näher genannter Actionfreund war begeistert. Die alberne, unlogische
und völlig unspannende Handlung wird nur durch gut choreographierte
Kung-Fu-Einlagen aufgelockert.
Die Noten der Sneaker:
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Mathias: 5 |
Sven: 3 |
| Rainer: 6 |
Matzek: 2 |
| Kevin: 5 |
Goldi: 4 |
31. Oktober
Heute lief "Spurwechsel",
ein Psychokrimi mit Starbesetzung: Ben Affleck spielt den erfolgreichen
Jung-Anwalt und Samuel L. Jackson einen Familienvater mit Alkohol- und
Familienproblemen. Beide kollidieren auf dem Weg zu wichtigen Gerichtsterminen
mit ihren Autos. Der Yuppie-Anwalt lässt seinen Unfallgegner ziemlich
überstürzt stehen und fährt davon, woraufhin dieser seinen
Prozeßtermin verpasst und das Sorgerecht über seine Kinder verliert.
Allerdings hat auch der Anwalt bei dem Unfall etwas verloren, nämlich
eine Akte mit Millionen-Dollar wertvollen Dokumenten. Daraufhin läßt
der Anwalt nichts unversucht die Akte zurückzubekommen. Der verletzte
Vater schaltet natürlich auf stur und schlägt zurück. Es
entwickelt sich ein spannenden Psychodrama, das allerdings weniger von
Actionszenen lebt, wie man nach dem Trailer glauben könnte.
24. Oktober
Große Besetzung in der Sneak. Und zur Freude des Publikums kam ein
deutscher Film, präsentiert von Arte und Filmförderung NRW
*popcornwerf* Aber der neue Film mit Moritz Bleibtreu "Solino" ist eine
Familiengeschichte mit Atmosphäre und Witz, die uns zwei Stunden
prächtig unterhalten hat.
Die Noten der Sneaker:
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Christian M.: 2 |
Sven: 4 |
Goldi: 2 |
| Matzek: 2 |
Rainer: 1 |
Miriam: 3 |
| Kevin: 2 |
Thomas: 3 |
Jana: 3 |
17. Oktober
Lange Gesichter
bei den Sneak-Besuchern. Nach zahlreichen Highlights der letzten Wochen musste
mit "Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern" mal wieder ein
Tief kommen. Klappentext: "Die neurotische Theaterregisseurin Sidda bezichtigt
ihre exzentrische Mutter Vivi öffentlich der Kindesmisshandlung. Einige
Zeit später erhält sie per Post Vivis Tagebuch, in dem diese ihre
Erinnerungen an ihre Freundinnen und ihre Jugend in Louisiana niedergeschrieben
hat. Für Sidda beginnt eine schmerzhafte Auseinandersetzung mit der
Vergangenheit." So vorgewarnt haben wir die Bla-Bla-Schwestern ausgelassen
und unsere Gunst stattdessen den schmerzhaften Auseinandersetzungen in
"Black
Hawk Down" gewidmet, *grins*.
10. Oktober
Mal wieder ein echter Blockbuster in der Sneak *freu*: Triple-X mit dem neuen
Action-Held Vin Diesel weckte hohe Erwartungen. Die Handlung ist schnell
erzählt und jeder, der schon mal einen James Bond-Film gesehen hat kennt
die Geschichte: Superagent bringt bösen Welteroberer mit viel Action
zur Strecke. Und wer erwartet schon eine ausgefeilte Story bei James Bond?
Ansonsten bietet Triple-X alles was man vom guten alten James so gewohnt
ist. Einfallsreiche Actionnummern, coole Sprüche, viel
High-Tech-Schnickschnack, dazu ein echt guter
Soundtrack.
Wer damit zufrieden ist, wird mit Triple-X bestens bedient.
Neu ist bei Triple-X daß kein smarter Agent ihrer Majestät, sondern
ein durchgeknallter Anarchoproll zum Top-Agenten gemacht wurde. Das böte
viel Raum für ironische Seitenhiebe auf das Genre, aber leider gab´s
davon zu wenig. Zwar glaubt man dem Schrank Vin Diesel die haarsträubenden
Actioneinlagen eher als dem Hemd Pierce Brosnan, aber die Agentensachen erledigt
er nicht so glaubhaft. Wahrscheinlich muß James Punk deshalb auch keine
Codes knacken, auf leisen Füßen irgendwo rumschleichen oder gepflegte
Konversation führen. Bei manchen Szenen gelingt es aber beim besten
Willen nicht mehr die Logik beiseite zu schieben. Wenn z.B. direkt neben
die Tschechische Hauptstadt Prag ein Hochgebirge mit mächtigen Gletschern
und Lawinen verpflanzt wird. Der Böhmerwald kann wohl nicht gemeint
sein. Oder wenn der mit Giftgas ausgerüstete Oberbösewicht auf
seiner Festung nicht etwa von Superspezialeinheiten gestürmt wird, sondern
von Streifenpolizisten im Scoda, angeführt von xXx mit dem Snowboard.
Wer bei sich bei Tiger & Dragon über flatternde Karatekämpfer
gewundert hat, kann bei Triple-X nur noch den Kopf schütteln, wenn der
gleich mit dem Motorrad über Dächer und Zäune fliegt um
Bösewichtern auf Wachtürmen(!) mit dem Hinterrad die Goldzähne
auszuschlagen. Und die Schlußnummer ist so glaubhaft, wie wenn einer
einen Wal erwürgt. Bald kommt wieder der echte James Bond.
Die Noten der Sneaker:
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Rainer: 2 |
Matzek: 1+ (na klar) |
Sven: 1,5 |
Goldi: 4 |
| Kevin: 2 |
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3. Oktober
Heute drohte in der
Sneak Austin Powers Goldständer. Deshalb entschloß sich der Sneak-Club
nach dem Motto "Lieber Scifi als Minimi" auf den aktuellen Spielberg "Minority
Report "auszuweichen. Mit Recht, denn der spannende Zukunftsthriller wartet
mit guter Handlung und tollen Effekten auf. Aber weil´s keine Sneak
war gibt´s jetzt keine Noten.
26. September
Im Anschluß an die JHV war natürlich Komödie angesagt. Und
gegeben wurde "Der Super Guru". Der Titel ließ eine unsägliche
Klamotte vermuten, aber ganz so schlimm kam´s nicht. Die Story: Armer
Inder geht nach USA, um dort als Tänzer und Schauspieler sein Glück
zu finden. Dort versagt er jedoch erstmal als Kellner und Pornodarsteller,
wird dann aber irrtümlich für einen Sex-Guru gehalten. Alles in
allem eine sehr durchschnittliche Komödie ohne Erinnerungswert. Witziger
ist die Website
mit der Bollywoodmusik.
Die Noten der Sneaker:
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Rainer: 3 |
Matzek: 5 |
Sven: 4 |
Goldi: 4 |
| Kevin: 4 |
Thomas: 4 |
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19. September
Diese Woche lief K-Pax. Hauptdarsteller Kevin Spacey spielt einen
merkwürdigen Fremden, der von sich behauptet ein Außerirdischer
vom Planeten K-Pax zu sein. Natürlich landet er erstmal in der Klapse.
Dort beeindruckt er aber schon bald Mitpatienten und seinen Psychiater (Jeff
Bridges). E.T fliegt über das Kuckucksnest, großartig!
Die Noten der Sneaker:
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Rainer: 3 |
Matzek: 4 alter Proll ;-) |
Sven: 2,5 |
Goldi: 1,5 |
| Kevin: 1 |
Christian M.: 2 Happy Birthday! |
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