Der Schulschachcup stellt mit über 1000 Schüler alljährlich das größte Schachspektakel hierzulande dar. War dieser Wettbewerb vor zwei Jahren noch eine katastrophal organisierte Tortur, die in Autohäusern oder sonstwie ungeeignetem Umfeld stattfand, hat sich das Bild dieser Veranstaltung mittlerweile sehr zum Positiven gewandelt, auch wenn in diesem Jahr nicht wie im Vorjahr Kasparov-Superstar die Ehre gab.

Die verkehrsgünstig gelegene Kölner Messe bot genügend Raum und die organisatorische Vorbereitung durch den SBNRW war sehr gut. Durch den ausreichenden Platz konnte die Turnierleitung im Gegensatz zum Vorjahr viel flexibler mit kurzfristigen Meldeänderungen umgehen, von denen gerade wir Brackeler nicht selten Gebrauch machen ;-)).

Da die Durchführung klappte, war der gesetzte Zeitrahmen allerdings viel zu großzügig. Über sieben Stunden für nur sieben Runden stellten die Geduld der Teilnehmer doch auf die Probe. Darüber konnte leider auch das nette Rahmenprogramm nicht ganz hinweghelfen. Allzuviele Pausen zwischen den Pausen lassen sich eben nicht gut überbrücken.

Noch ein wichtiger Tipp für alle Schulschachcupfahrer: Bringt euch Essen und Getränke in ausreichender Menge unbedingt selbst mit. Gratisbons gibt es nicht mehr und die Messepreise sind eine einzige Zumutung.

Sportlich war das Turnier für unsere Schulmannschaften ein Riesenerfolg.:

In der WK II siegte die Geschwister-Scholl-Gesamtschule vor der Hohen Landesschule aus Hanau (Hessen), die auch der einzige ernste Konkurrent waren. Insgesamt gab die Truppe nur 3 Brettpunkte ab, 2 davon gegen Hanau. Arkadij war zwar vor Ort, er spielte zweimal simultan gegen jeweils 20 Schüler, brauchte aber für die Mannschaft nicht aktiv zu werden.

Einzelergebnisse: Thorben Retta 4/6, Irina Naiditsch 7/7, Aleksej Litwak 4/5, Sven Krüger 5/5, Heiko Preckwinkel 4/4


In der WK IV gewann völlig souverän die erste Mannschaft vom Immanuel-Kant-Gymnasium. Ein durch Leichtsinnsfehler verursachtes unerwartetes Unentschieden in der zweiten Runde brachte etwas Spannung auf, aber die restlichen Partien wurden dann doch ohne Schwierigkeiten gewonnen.

Einzelergebnisse: Jewgenija Naiditsch 7/7, Marija Naiditsch 6/7, Daria Sohrabi 4,5/7, Richard Schöttler 6/7

Die zweite Mannschaft des IKG vollbrachte eine erstaunliche Leistung. Mit einem Sieg in der letzten Runde hätte sie sogar den dritten Platz belegt.

Einzelergebnisse: Mandy Genenger 4/7, Katharina Schöttler 5/7, Nils Fortmann 5/7, Sebastian Jullens 4/7